Infrarot Thermographie

Industrielle und aktive Thermografie 

Die Thermografie, als berührungslose bildgebende Infrarot (IR)-Temperaturmessmethode, ermöglicht die zuverlässige Ortung und Quantifizierung thermischer Fehlstellen bei laufendem Betrieb der Anlage ohne Beeinflussung des Messobjekts.
 
Sie ist eine unverzichtbare Inspektionshilfe und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung von sich anbahnenden oder schon vorhandenen Schäden.
 
IR-Prüfungen werden insbesondere bei der
  • Prozessüberwachung
  • Überprüfung der Anlagenzuverlässigkeit
  • Qualitätssicherung und Instandhaltung
durchgeführt.
 
Industrielle Objekte sind u. a. Rohrleitungen, Druckbehälter, Tanks, Kesselanlagen, Prozessöfen, Schmelzöfen, Abhitzeblocks, Rauchgaskanäle, Kamine und Produkte der Komponentenfertigung in den verschiedensten Industriebetrieben.

Aktive Infrarot Thermographie - Erhöhung der Anlagensicherheit

Die aktive Infrarot-Thermografie ist ein zerstörungsfreies Verfahren, mit dem eine Vielzahl von Materialfehlern und anderen strukturellen Eigenschaften sichtbar gemacht werden können, sofern diese mit Unterschieden in der Wärmeleitfähigkeit oder in der Wärmekapazität verbunden sind.

Im Gegensatz zur passiven Thermografie wird bei der aktiven Thermografie das Messobjekt gezielt mit Energieimpulsen angeregt. Diese Anregung kann beispielsweise optisch durch Bestrahlung mit Infrarotstrahlung oder mechanisch durch Ultraschallanregung erfolgen. Nach der Anregung fließt der Wärmeimpuls durch Wärmeleitung von der Materialoberfläche in das Materialinnere ab.

Wird die Wärmeübertragung im Material durch Fehlstellen o.ä. gestört, entsteht im Material, bedingt durch die Fehlstelle, ein Wärmestau, der sich auch auf der Materialoberfläche abzeichnet. Diesen örtlichen Temperaturunterschied erfasst die IR-Kamera berührungslos.

Da die IR-Thermografie ein bildgebendes Verfahren ist, können bewährte Algorithmen der Bildverarbeitung eingesetzt werden, um die Auswertung der gespeicherten Messungen zu erleichtern oder zu automatisieren.

Da die IR-Thermografie ein bildgebendes Verfahren ist, können bewährte Algorithmen der Bildverarbeitung eingesetzt werden, um die Auswertung der gespeicherten Messungen zu erleichtern oder zu automatisieren. Wir führen dieses Prüfverfahren mit qualifiziertem Personal nach DIN EN 4179 und/oder DIN EN ISO 9712 stationär und mobil durch.

Anwendungsmöglichkeiten:

  • Prüfung von industriellen Lüfterblättern aus faserverstärkten Kunststoffen
  • Feuchtedetektionen innerhalb von Wabenstrukturen
  • Haftungsnachweise oder Delamination
  • Detektion von Fremdkörpern und Verarbeitungsfehlern in Herstellungsprozessen
  • Überprüfung auf Inhomogenitäten oder sonstige Einschlüsse

 

Vorteile der Infrarot Thermographie
  • Die Prüfung kann sowohl an eingebauten Bauteilen, als auch im Rahmen des Herstellungsprozesses erfolgen
  • Die Prüfung kann wesentlich schneller und somit wirtschaftlicher als mit herkömmlichen Methoden, wie z. B. durch Ultraschallprüfung, erfolgen
  • Die Qualität der Dokumentation wird durch die bildgebende Darstellung deutlich erhöht und aussagefähiger