Infrarot Thermographie

Aktive Infrarot Thermografie (TT) – schnell, sicher und berührungslos

 
Leichtbaustoffe sollen nicht nur leicht sein. Längst unverzichtbar sind sie in der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Windenergie und sogar zunehmend auch in der Schifffahrt. Gleichzeitig müssen die von Ihnen eingesetzten faserverstärkten Kunststoffe auch sehr hohe Kräfte aushalten können. Die Stabilität der Baustoffe darf dabei aber nicht beeinträchtigt werden. Mit der aktiven Infrarot-Thermografie unterstützen wir Sie gern dabei, frühzeitig verborgene Strukturfehler oder bereits vorhandene Schäden im schichtweisen Aufbau der Verbundstoffe zu erkennen, die diese Stabilität gefährden. Denn instabile Bauteile können gerade in Flug- und Fahrzeugen dramatische Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen.
 
Überprüfung faserverstärkter Kunststoffe
 
Die aktive Infrarot-Thermografie ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren, mit dem wir eine Vielzahl an Materialfehlern und anderen strukturellen Eigenschaften sichtbar machen können. Dazu gehören Luft- und Wassereinschlüsse, Fremdkörper wie Folien innerhalb der monolithischen oder Sandwichstrukturen, Ablösungen der Kohle- und Glasfaserlaminate (Delaminationen)  oder anderen Unregelmäßigkeitenim Verbundwerkstoff. Letztere entstehen etwa, wenn Lücken mit Harz gefüllt sind. Voraussetzung: Die Materialfehler sind durch Unterschiede in der Wärmeleitfähigkeit oder Wärmekapizität zu erkennen.
 
Infrarotkamera erfasst Fehlstellen 
 
Um den Wärmefluss in einem Bauteil beobachten zu können, regen wir dessen Oberfläche zunächst gezielt mit Energieimpulsen an: etwa optisch über Infrarotstrahlung oder Halogenstrahler, ebenso wie mechanisch über Ultraschall – bei laufendem Betrieb. Die erzeugte Wärme dringt von der Oberfläche ins Materialinnere des Bauteils. Mit einer speziellen Infrarotkamera können wir die Wärmeverteilung dann innerhalb des Bauteils verfolgen. An z.B. intakten monolithischen Stellen verteilt sich die Wärme flächig im Bauteil, an Fehlstellen wie etwa Lufteinschlüssen staut sich die Wärme. Anhand der Temperaturunterschiede, die die Wärmebildkamera berührungslos erfasst, können wir Fehlstellen lokalisieren und ihre Ausdehnung abschätzen.      
 
Bildgebendes Verfahren
 
Dank bewährter Bildverarbeitungsprogramme können wir die Bilder der Infrarotkameras direkt am Monitor auswerten und digital abspeichern. Damit garantieren wir Ihnen zusätzlich eine hohe Qualität der Dokumentation. Unsere qualifizierten Spezialisten prüfen bei diesem Verfahren nach der DIN EN 4179 und/oder DIN EN ISO 9712 – im stationären und mobilen Einsatz bei Ihnen vor Ort.
 

Vorteile auf einen Blick:

  • Untersuchung faserverstärkter Kunststoffe
  • Branchenunabhängig
  • Zerstörungsfreies Verfahren
  • Prüfung von Verarbeitungsfehlern während der Herstellung
  • Prüfung eingebauter Bauteile
  • Bei laufendem Betrieb
  • Erkennen von Luft- und Wassereinschlüssen
  • Detektion von Ablösungen der Laminate (Delaminationen)
  • Detektion von Fremdkörpern
  • Hohe Qualität der Dokumentation dank bildgebender Darstellung