Schnelle Kunststoffanalyse durch FTIR-Spektroskopie

Kunststoffe, die heutzutage eingesetzt werden, sind oft komplexe Mehrkomponentensysteme. Je nach Einsatzgebiet ist eine genaue Analyse der komplexen Zusammensetzung nötig, um Einzelbestandteile zu identifizieren und zu quantifizieren. Hier kann die FTIR-Spektroskopie bei der Kunstoffanalyse schnell und effektiv Antworten liefern.
 
Mit der Investition in ein neues Spektrometer in Kombination mit einer Diamant-ATR-Einheit, ist unser Prüflabor in Stade in der Lage, auch sehr harte Kunststoffe zu messen. Die ATR-Technik basiert auf der abgeschwächten Totalreflexion. Zur Aufnahme des IR-Spektrums muss die Probe lediglich in Kontakt mit dem ATR-Kristall gebracht werden. Flüssigkeiten, Harze (gehärtet und ungehärtet) sowie Pulver können nahezu zerstörungsfrei gemessen werden. Mit entsprechender Equipmenterweiterung können auch Gase analysiert werden. Die Auswertung der aufgenommenen IR-Spektren erfolgt qualitativ z.B. durch einen Datenbankabgleich.
 
Die Anwendungsgebiete der FTIR-Technologie sind vielseitig und reichen vom Abgleich zweier Kunststoffen miteinander (Chargenunterschiede), von der Bestimmung über die Art des Kunststoffes (Materialidentifikation), der Detektion von Verunreinigungen, sofern diese über der Nachweisgrenze liegen (Reinheit), über den Abgleich mit Spektren aus Kundenvorgaben bis hin zur Analyse einzelner typischer Banden, sowohl Lage als auch Fläche.
 
Mit dem Einsatz der FTIR Spektroskopie können sehr schnelle und leistungsfähige Analysen zur Qualitätskontrolle von Kunststoffen durchgeführt werden, u.a.  auch die Ursache von Produktfehlern.

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